Als der Elferrat eine Reise tat

(JS) Am 10.08.2019 trafen sich 10 Elferratsmitglieder nebst weiblichem Anhang am Bahnhof Guxhagen, um eine Reise nach Lispenhausen anzutreten. Hervorragend organisiert von Stefan Walther wartete die Truppe nach dem obligatorischen Briefing, bei dem die ersten Informationen zum anstehenden Tag verteilt wurden, auf das Eintreffen des Zuges. Die Truppe stellte sich an das entsprechende Bahngleis in Fahrtrichtung Fulda…mmhhh…was kaum einer zu glauben wagte, der Zug war unpünktlich. Völlig untypisch für die Bahn. Für einen versierten Bahnfahrer, wie unseren Chef des Elferrates, war das aber keine Problem. In weiser Voraussicht hatte er einfach schon einen Zug früher eingeplant. Na ja, das sollte nicht das einzige Missgeschick für diesen Tag bleiben.

 

Mit einigen Minuten Verspätung konnte dann das Abenteuer Floßfahrt beginnen. Das war nämlich die eigentliche Attraktion der Veranstaltung. Eine Floßfahrt auf der Fulda von Lispenhausen nach Rotenburg a. d. Fulda. Tiefenentspannt wurde nun der Zug geentert und die Plätze eingenommen. Die weiblichen Teilnehmer gönnten sich das eine oder andere Piccolöchen auf der doch mehr als 25 Minuten dauernden Fahrt. Die Herren der Schöpfung vertrieben sich die Zeit mit dem Genuss einer Gerstenkaltschale. Wie bereits geschrieben, war Tiefenentspannung angesagt. Bis zum Ausstieg in Lispenhausen. Kaum schlossen sich die Türen des Zuges und dieser fuhr ab, gab es plötzlich Aufruhr auf dem Bahnsteig. Eine der Elferratsdamen hatte ihren Rucksack im Zug liegengelassen. Dieser trat nun völlig verwaist eine Irrfahrt nach Fulda an. Werden wir ihn jemals wiedersehen??? Den Namen der Unglücklichen wollen wir hier nicht nennen. Obgleich ihr Gatte durch den Verlust seiner Jacke, welche sich in dem Rucksack befand, fast zum Thier geworden wäre. Er hätte sie gut gebrauchen können, denn für einige Minuten wurde es etwas kühler in der Beziehung.

 

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Jetzt wurde erst einmal per Pedes der Weg zur Anlegestelle des Floßes angetreten. Durch die großzügige Zeitplanung blieben uns noch einige Minuten, um die Beine zu vertreten. Es fehlten auch noch einige Personen, die zu uns stoßen wollten. Allerdings dauerte das ungewöhnlich lange. Unser Präsident nebst Gattin und ebenfalls Frank Halbig sind mit dem Auto bis Rotenburg gefahren, um von dort mit der Bahn bis Lispenhausen zu kommen. Aber, wer hätte es ahnen können, die Bahn hatte eine 20-minütige Verspätung, welche jede detaillierte Planung im Keime ersticken ließ. Jetzt musste improvisiert werden. Wie nach Lispenhausen kommen? Und siehe da, auch in Rotenburg gibt es Gefährte mit einem gelben Schild auf dem Dach. Nach dem Zustieg kamen jedoch erste Zweifel an der Ortskenntnis des Taxidrivers auf. Bis ihn der Präsident auf den rechten Wege leitete. So fand auch dieses Ungemach noch ein glückliches Ende. Pünktlich zur Abfahrt fanden sich alle auf dem Floß ein und das Abenteuer konnte beginnen. Ein windiger Geselle trieb unser Floß nach der Abfahrt erst einmal in Ufernähe, was einige gefährliche Momente nach sich zog. Das Floß kam immer wieder mit Ästen, die brachen, in Berührung, welche anschließend den Fahrgästen um die Ohren flogen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Nach dieser doch sehr aufreibenden Fahrt kamen wir glücklich und unversehrt in Rotenburg an.

 

Vom Anleger aus – es war mittlerweile High noon – marschierten wir ca. 5 Minuten zu unserem nächsten Highlight. Stefan hatte Plätze in der Biermanufaktur in Rotenburg reserviert. Dort gab es auch noch ein strammes Programm zu bewältigen. Nachdem wir ein seeehr leckeres Mittagessen genossen haben, ging es zu einem Bierseminar in das Innere der Manufaktur. Bei einem ca. einstündigen Vortrag des Inhabers Ralf Kramer wurde uns sehr viel Wissen über die eigentlich Herkunft, die Entstehung, sowie die Geschichte des Bieres nahegebracht. Danach betrachtet man ein Bier mit ganz anderen Augen, PROST!!!

 

Und zu guter Letzt suchten wir noch den Schaukelwald in fußläufiger Entfernung zur Biermanufaktur auf. Dort erwachte bei einigen Teilnehmern wieder das Kind, was auf den Bildern schön zu sehen ist.

 

Gegen 15.30 Uhr wurde der Weg zum Bahnhof angetreten um den laut Fahrplan um 16.04 Uhr abfahrenden Zug zu nehmen. Und, man mag es kaum glauben, der Zug war pünktlich, ich schwöre!!! In Guxhagen angekommen, zerstoben die Teilnehmer in alle Himmelsrichtungen und hatten nun Zeit, das Erlebte über das Wochenende zu verarbeiten.

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