Gefühle prägten dieses Jahr die Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in Köln.
Fangen wir von vorne an. Mit dem Rückenwind der Titel des Norddeutschen Meisters und Vizemeisters begann am Freitag für die Ritter- und Prinzengarde die Mission Deutsche Meisterschaften. Verabschiedet von den Eltern, machten sich die Garden mit dem Bus auf den Weg nach Köln.
Am Samstagmorgen war es dann soweit. 10.000 Zuschauer warteten auf den Beginn des Turniers. Wie immer begann das Ganze mit den Tanzpaaren der Altersklasse Jugend. In der nächsten Disziplin griff die Rittergarde mit ihrem Marschtanz in das Geschehen ein. Vom letzten Startplatz aus sicherte sie sich mit 447 Punkten und einem Punkt vor Harsewinkel den zweiten Platz und somit den Titel des Deutschen Vizemeisters.
Im Schautanz war es dann umgekehrt. Hier ging die Rittergarde mit ihrem Tanz „Was krabbelt denn da?“ auf Startplatz 1 ins Rennen. Am Ende erreichte sie mit 454 Punkten den dritten Platz und ließ auch hier die Garde aus Harsewinkel hinter sich. Damit wurde der Vormittag schonmal erfolgreich abgeschlossen.
Am Nachmittag war dann die Prinzengarde in der Altersklasse Junioren gefordert. Mit 443 Punkten ertanzte sie sich den sechsten Platz bei 13 Startern.
Im bisherigen Verlauf des Turniers zeigte sich schon die Übermacht der süddeutschen Vereine. Und das setzte sich fort.
Bei den weiblichen Solisten war die GCG auch mit 2 Starts vertreten. Naemi Burghardt und Luisa Henschel nahmen das erste Mal als Mariechen an den deutschen Meisterschaften teil. Naemi schaffte es mit 438 Punkten auf den zehnten Platz und Luisa ertanzte sich mit 435 Punkten den dreizehnten Platz.
Zum Abschluss dieses Tages standen noch die Schautänze in den Wertungsheften. Mit dem Thema „Fortsetzung folgt“ ertanzte sich die Prinzengarde 458 Punkten und den 5. Platz.
Der Sonntag stand denn im Zeichen der Altersklasse Ü15. An diesem Tag war die Halle mit 13.500 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Den Anfang machten wieder die Tanzpaare. Emily Mettke und Malte Bürgermeistern vertraten hier zum letzten Mal gemeinsam die Farben der GCG. Sie ertanzten sich mit 449 und damit 4 Punkten weniger als beim Halbfinale den fünften Platz.
In der zweiten Disziplin Marschtanz startete die Stadtgarde von Platz 8 und erreichte mit 464 Punkten im vorderen Mittelfeld den sechsten Platz. Außer mit der Garde aus Neuenkirchen hatte der Norden in dieser Konkurrenz dem Süden nichts entgegenzusetzen.
Nach der Mittagspause ging es nach den weiblichen Solisten mit den männlichen Solisten weiter. Auch hier betrat Malte Bürgermeister das letzte Mal für die GCG die Bühne. Die Juroren vergaben für seinen Tanz 460 Punkte, was für ihn den fünften Platz bedeutete.
Als letzte Disziplin der Deutschen Meisterschaften standen noch die Schautänze aus. Was hier passiert ist, war nicht nachvollziehbar. Die Stadtgarde lieferte einen tollen Tanz ab und wurde mit 468 Punkten mit 4 Punkten weniger bewertet als beim Halbfinale. Das war absolut unverständlich und brachte ihr den vierten Platz ein. Die Enttäuschung war den Aktiven bei der Verkündung der Punkte anzusehen und machte sich auch bei den Fans bemerkbar.
Und auch hier zeigte sich noch einmal die Vormachtstellung der süddeutschen Vereine.
Aber davon lassen sich die Garden der GCG nicht unterkriegen und stellen sich auch nächstes Jahr wieder hochmotiviert der Konkurrenz.










